Die Tourismusfachkraft war auf den Lofoten unterwegs, als eine Wanderin kurz vor dem Gipfel blass und zittrig zusammenbrach. Durch gezielte Befragung vermutete Antje eine Unterzuckerung und verhinderte mit Traubenzucker und Snacks Schlimmeres.

Outdoor Erste Hilfe Kurse - Trainiere, wer du im Ernstfall sein willst.
Die meisten bringen dich bis zum Notruf. Wir bringen dich ins Handeln.
Erlebe Schritt für Schritt, wie du Überforderung in Selbstvertrauen verwandelst.
Es ist ein frühlingshafter Samstagmittag auf dem Eckerlochstieg im Harz. Du schließt die Augen und nimmst einen tiefen Atemzug. Es duftet nach feuchten Fichtennadeln.
Was für ein perfekter Wochenendausflug.
Plötzlich reißt dich ein Schrei aus dem Moment.
Die Person an deiner Seite rutscht auf einer nassen Wurzel weg, der schwere Rucksack reißt sie nach hinten. Sie stürzt den steilen, felsdurchsetzten Weg hinunter. Ein dumpfer Aufschlag hallt durch den Wald.
Du rufst ihren Namen.
Nichts.
Dann die blutende Platzwunde an der Schläfe. Mit zitternden Fingern wählst du die 112 — der einzige Balken reicht gerade so. Die Stimme der Leitstelle ist abgehackt: Die Bergwacht muss zu Fuß aufsteigen, mindestens 45 Minuten.
Langsam kommt die Person zu sich, ist verwirrt und fängt an zu würgen. Ihr ist schlecht, sie will sich aufsetzen.
In deinem Kopf herrscht Chaos. Darfst du das zulassen? Was ist mit der Kopfverletzung? Und der Wirbelsäule?
Das Wissen aus deinem Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein? Komplett gelöscht.
Zurück bleibt nur die Angst durch einen Fehler alles noch schlimmer zu machen, statt dem Menschen zu helfen, der dir wichtig ist.
Draußen zählt nicht, was du mal gehört hast, sondern was du im entscheidenden Moment tatsächlich tust. Wilderness First Aid beginnt im Kopf, nicht im Rucksack. Wir zeigen dir wie.
Im Urlaub in Bremerhaven sahen die Pädagogin und der Kameramann einen LKW im Hafenzaun. Sie kletterten ins Seitenfenster, holten ihn heraus, begannen mit der Herzdruckmassage und schockten zweimal mit dem Defibrillator, bis der Rettungsdienst nach 20 Minuten übernahm.
Wilderness First Aid 1 – Essential
Alex, Antje, Janina und Nils waren alle unerwartet in Situationen, in denen schnelles Handeln zählte. Statt in Panik zu geraten, sind sie einem Ablauf aus der Notfallmedizin gefolgt, den sie vorher geübt hatten.
Genau diesen Ablauf trainierst du hier.
Die ersten Minuten
Anstelle chaotischer Gedanken arbeitest du einen festen Ablauf ab. Dieses Schema ist weltweit in allen Rettungsdiensten etabliert. Es ist dafür gebaut, abrufbar zu bleiben, wenn klares Denken schwerfällt. So weißt du genau, womit du anfängst, wenn es unübersichtlich wird.
Versorgen mit dem, was du dabei hast
Im Gelände hast du keinen Rettungswagen dabei. Du lernst, Brüche zu schienen, oder Blutungen und Verbrennungen zu versorgen. Dafür benutzen wir einfache Erste Hilfe Materialien und Equipment, das du ohnehin im Rucksack hast.
Psychische Erste Hilfe
Den größten Unterschied für Betroffene macht oft kein Verband, sondern wie du mit ihnen sprichst. Wer beruhigt und Sicherheit gibt, senkt spürbar Stress und Schmerzempfinden – und macht so jede weitere Maßnahme leichter. Diese Techniken kosten kein Gramm Gewicht und werden kaum unterrichtet. Wir haben diesen Teil in Zusammenarbeit mit einer Psychologin entwickelt.
Wanderungen, Trekking, Klettern, Mountainbiking, Survival, Bushcraft – überall, wo Hilfe nicht in zehn Minuten da ist, beispielsweise deutsche Mittelgebirge.
9 von 10 unserer Teilnehmenden sagen: "Nach dem Kurs habe ich Vertrauen in meine Fähigkeiten, Erste Hilfe zu leisten."
Teilnehmendenbefragung 2024–26 (60 Antworten)
Erstmal reinschnuppern?
Tourenvorbereitung, Stresspsychologie und ein Notfall-Kit, das seinen Namen verdient. Voll anrechenbar auf den WFA Essential.
Erste Hilfe Outdoor – auch Wilderness First Aid genannt – ist die medizinische Erstversorgung in Situationen, in denen professionelle Rettungskräfte nicht in Minuten, sondern erst nach Stunden oder Tagen eintreffen. Anders als die Standard-Erste-Hilfe trainiert sie den Umgang mit begrenzter Ausrüstung, fehlender Kommunikation und verlängerter Versorgungszeit. Unsere Kurse vermitteln diese Kompetenzen für Laien; sie ersetzen keine staatliche medizinische Ausbildung und berechtigen nicht zur Ausübung von Heilkunde. Erweiterte Maßnahmen trainieren wir ausschließlich für den rechtfertigenden Notstand – also Notlagen, in denen ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig erreichbar ist und ein Unterlassen schwere gesundheitliche Schäden zur Folge hätte (§ 34 StGB).
Unsere Zeitangaben (1h bis 72h) beschreiben den Zeitrahmen, für den die Kurse konzipiert sind. In der Wildnis diktiert aber die Verletzung die Grenze: Eine schwere innere Blutung bleibt auch mit bester Hilfe zeitkritisch – ein komplizierter Bruch lässt sich über Tage stabilisieren. Wir trainieren dich, innerhalb dieser Fenster die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.
Unsere Ausbildung folgt den maßgeblichen medizinischen Leitlinien: den Reanimationsleitlinien des European Resuscitation Council (ERC), der S3-Leitlinie Polytrauma und den Practice Guidelines der Wilderness Medical Society (WMS). Zusätzlich unterliegen unsere Kurse den internationalen Standards für Wilderness First Aid. Als unabhängiger Anbieter sind wir an keine Ausbildungsorganisation (etwa NOLS) lizenzgebunden. Lizenzgebühren fließen stattdessen in die Trainingsqualität.
WFA-Qualifikationen sind weltweit nicht staatlich reguliert. Arbeitgeber und NGOs entscheiden individuell über die Anerkennung. Unsere Zertifikate werden in der Praxis breit akzeptiert. Das im WFA 1 - Essential enthaltene Erste Hilfe Zertifikat nach DGUV Vorschrift 1 wird von allen deutschen Arbeitgebern anerkannt.
Anreise, Verpflegung, Übernachtung, persönliche Outdoor-Ausrüstung.
Trainingsmaterial, Simulations-Gear, digitale Vorbereitung, Skripte, Zertifikate – und der beste Seminarkaffee der Welt.



